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Herzlichen Dank, lieber Siegfried

Andreas Bilz (links) und Siegfried Thüte

Siegfried Thüte (61), gelernter Industriekaufmann, begann im Jahr 1980 seine hauptamtliche Tätigkeit für die Gewerkschaft Textil und Bekleidung (GTB)mit der Nachwuchssekretärsausbildung in Rottach-Egern. Weitere Ausbildungsstationen waren Osnabrück, Rheine und – damals noch – Westberlin. Dann zog es ihn nach Oberfranken, nach Marktredwitz im GTB-Bezirk Nordbayern. 1994 ging es zunächst nach Wuppertal und dann zurück nach Ostwestfalen – nach Herford.
Seit der Fusion der GTB mit der IG Metall im Jahr 1998 war Siegfried Thüte für die IG Metall Minden tätig. Hier betreute er zunächst schwerpunktmäßig die Textilbetriebe der Region. Die Hucke AG in Lübbecke ist längst Geschichte, weitere Textilbetriebe mussten schließen und aktuell steht ja Johnson Controls in Espelkamp vor dem Aus. Siegfried Thüte begleitete diese Entwicklung mit Unterstützung der Betriebsräte bei Sozialplanverhandlungen und intensiver Beratung der Mitglieder.

Im August 2009 übernahm Siegfried von Harald Scheurenberg die Handwerksbetreuung. Hier war er mit verantwortlich für eine intensive Kooperation und auch Koordination der Handwerksarbeit in den ostwestfälischen IG Metall-Geschäftsstellen. Die jährlichen tarifpolitischen Neujahrskonferenzen des Metallhandwerks in OWL, viele Wochenendseminare und vor allem die intensive Betriebsbetreuung bestimmten Siegfrieds Arbeit. Dies betraf gerade auch die Beratung der Betriebsräte und Mitglieder in den von der Tarifflucht ihres Verbandes gezeichneten KFZ-Betrieben des Kreises Minden-Lübbecke.

 

Lutz Schäffer, Geschäftsführer der IG Metall Minden: »Eine Arbeit, die gar nicht hoch genug bewertet werden kann. Zeitintensiv, manchmal auch nervig, nicht immer von Erfolgen bei der Mitgliederentwicklung gekrönt. Aber jeden Tag wieder spannend, genau wie die Bereiche Arbeits- und Gesundheitsschutz und Schwerbehindertenarbeit, für die Siegfried ja auch noch zuständig war. Dafür, Siegfried, danken wir Dir von ganzem Herzen und verabschieden Dich nun in den wohlverdienten Vorruhestand«.

Neuer Handwerkssekretär ist Andreas Bilz. Der freut sich auf den neuen Job, weiß aber auch um die Herausforderungen der neuen Tätigkeit. Andreas Bilz: »Da haben wir zunächst die unmöglichen Zustände in den meisten KFZ-Betrieben. Keine Tarifbindung, jede Menge Einzelverträge unterschiedlichster Art. Das will niemand, das wollen und können wir ändern, zum Beispiel mit Firmentarifverträgen. Auch im Handwerk ist die digitale Vernetzung der Arbeitswelt, häufig »Industrie 4.0« genannt, angekommen. Die Gestaltung der Arbeit der Zukunft ist sicherlich ein Schwerpunkt der kommenden Jahre«.

Und dann ist da ja noch die besondere Vielfalt im Handwerk: Schlosser, KFZ, Heizung-Sanitär, Klima, Elektriker, Landmaschinenschlosser, Tischler – ganz viele Gewerke mit unterschiedlichsten Tarifregelungen. Eben eine Herausforderung. Und Andreas Bilz übernimmt von Siegfried Thüte auch die Betreuung der Schwerbehinderten und den Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz. Wir wünschen viel Erfolg!