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Gesund bleiben im Handwerk

 

 

Im Januar hatte die IG Metall in Ostwestfalen-Lippe zur schon traditionellen Handwerkskonferenz geladen. Im Vlothoer "Best Western Bonneberg" ging es diesmal um die "Arbeitsgestaltung und den Gesundheitsschutz im Handwerk". Hierzu referierte als echter Kenner der Materie Manfred Scherbaum vom Vorstand der IG Metall.

Seit 18 Jahren regelt die Arbeitsschutzgesetzgebung das Erstellen von Gefährdungsbeurteilungen. "Die sind in den vielen kleinen Handwerksbetrieben ganz schlecht umgesetzt", wusste Uwe Najduk von der IG Metall Herford. Manfred Scherbaum verwies auf eine aktuelle Veröffentlichung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Diese mahnt die Betriebe an, für Gesundheit am Arbeitsplatz zu sorgen und die Verpflichtungen des Arbeitsschutzgesetzes ernst zu nehmen. Scherbaum: "Nach wie vor schädigen lange bekannte Faktoren wie das Heben oder Tragen schwerer Lasten oder die Arbeitsumgebung die Gesundheit der Beschäftigten". Besorgnis erregend sei auch das Ausmaß von Stress und psychischen Belastungen - und das in allen Berufsgruppen. "Wir brauchen eine Anti-Stress-Verordnung, um wirksam gegen Stress und psychische Belastungen vorgehen zu können", so Scherbaum.

In der Diskussion wurde deutlich, dass im Handwerk mehr die Gesundheit im Job, aber auch für bessere Ausbildung und Weiterbildung getan werden muss. Das Handwerk braucht qualifizierte Leute. Mehr gute Handwerker tragen zur Entlastung aller bei. "Wir müssen verhindern, dass ausgebildete Handwerker in die Industrie abwandern", so das Resultat der Konferenz.